Arbeitgeber positionieren sich als Marke am Arbeitsmarkt
Der Mangel an Fach- und Führungskräften bedroht zunehmend das Wachstum und die Wettbewerbsfähigkeit des Mittelstandes. Kleine und mittlere Unternehmen sind gezwungen, Maßnahmen zu ergreifen, mit deren Hilfe sie den Wettstreit um qualifizierte Fachkräfte gewinnen. Das Zauberwort, das im Mittelstand weitgehend unbekannt ist, heißt "Employer Branding" und meint den gezielten Aufbau einer Arbeitgebermarke, mit der Unternehmen bei Bewerbern einen bleibenden, attraktiven Eindruck hinterlassen. Das Ziel ist, die Personalrekrutierung effizienter zu gestalten und die Qualität der eingehenden Bewerbungen zu steigern. Dadurch können Unternehmen Personalengpässe vermeiden, adäquat auf den Fach- und Führungskräftemangel reagieren und so die Voraussetzungen für Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit schaffen.
Doch wie kann der Aufbau einer Arbeitgebermarke gelingen?
Dieser Frage widmete sich das diesjährige Personalsymposium des Arbeitgeberverbandes Oldenburg "Employer Branding – Wie Unternehmen zu einer Arbeitgebermarke werden". Der Eonladung des Oldenburger Verbandes waren 80 Geschäftsführer, Personalverantwortliche und Kommunikationsexperten gefolgt.
In ihrem Impulsreferat beantwortete Professorin Dr. Heike Bruch von der Universität St. Gallen die Frage "Was macht einen attraktiven Arbeitgeber aus?" mit Faktoren wie Unternehmenskultur, Mitarbeitermotivation und Familienorientierung. Diese seien oft entscheidender als das Gehalt.
In drei sich anschließenden Foren beschäftigten sich die Teilnehmer mit der Entwicklung eines Arbeitgeberslogans, mit der Gestaltung von Print- und Online-Stellenanzeigen und der unternehmenseigenen Karrierewebsite sowie mit der Öffentlichkeitsarbeit als Arbeitgeber.
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